Artikel mit Tag film
Dienstag, 24. November 2009
Filmwettbewerb!
Die "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas" ruft interessierte Videokünstler_innen in einem öffentlichen Ideenwettbewerb dazu auf bis zum 9. Januar 2010 entsprechende Beiträge einzureichen. Die Mindestanfoderungen die an den Beitrag gestellt werden sind: schwarz-weiß, gleichgeschlechtliche Kussszene, maximal 2 Minuten lang. Mehr Informationen in der Ausschreibung Stiftung Denkmal.
Ran an Kamera und Schnittprogramm!
Montag, 26. Oktober 2009
Chicks with guts – “Fuck about the mainstream“
Am Samstag den 24.10. hieß es unter dem Titel „Chicks with guts“ über den Einfluss von Frauen im Pornogeschäft zu diskutieren sowie sich über ihr feministisches und/oder queeres und damit irgendwie rebellisches Potential bzw. Engagement auszutauschen.
Rede und Antwort standen Anna Brownfield (Melbourne – Australien), die als feministische Erotikfilmerin angekündigt wurde; Shine Louise Housten (San Francisco – USA) lesbische Pornofilmerin; Ovidie (Paris – Frankreich) Regisseurin und Produzentin für das Label French Lover TV; Anna Peak (Berlin – Deutschland) queere Videokünstlerin; Renee Pornero (Wien – Österreich) Mainstream-Pornofilmemacherin (und früher auch aktive Darstellerin) und nicht zuletzt Julie Simone (Los Angeles – USA) BDSM und Fetisch-Filmemacherin.
Die Auswahl erschien viel versprechend, waren doch aus allen Bereichen „der Pornoindustrie“ Menschen vertreten. Von queer, über feministisch oder BDSM bis hin zum viel gescholtenen Mainstream.
Muss Porno sich auch sprachlich ändern?
Eine der wichtigsten Fragen, abseits von Produktionsbedingungen, die erschöpfend diskutiert wurden, war die Frage nach einer möglichen Umbenennung des Begriffs Porno. Diese Frage war auch deshalb interessant, weil sich alle dezidiert als Pornofilmemacherinnen bzw. Pornografinnen vorgestellt haben. So ist es nicht verwunderlich, dass fast einhellig gesagt wurde, dass eine „Umbenennung“ oder die Suche nach einem neuen Wort für Porno nicht zielführend ist. Dass das im allgemeinen der Fall ist, scheint verständlich – nicht ganz nachvollziehbar war, warum Bezeichnungen wie „feministischer Porno“ oder „queerer Porno“ so vehement abgelehnt wurden? Was verliert mensch mit solch einer Erweiterung, wenn die Inhalte und Stilistiken den Mainstream zu verschieben in der Lage sind? Meines Erachtens kann ein „queerer“ Porno nur diejenigen Kund_innen verlieren, die ein 80/20 Verhältnis (80% Sex, 20% „Handlung“ inkl. Anfang und Abspann) vorziehen, keine kritische Hinterfragung der Herrschaftsverhältnisse wünschen, die es mögen, wenn Frauen auf die immer gleiche Weise in oftmals erniedrigter Position dargestellt werden. Gewonnen werden kann mit jenem Labeling allerdings ein Kundenkreis, der den Mainstream entweder leid ist, oder der in Porn ein kritisches Potential sieht und nachhaltige sowie faire Produktionsbedingungen durchaus markiert wissen möchte. Queer als Bio-Siegel für fairen und dennoch spannenden Porno? Warum nicht, solange dies gewährleistet, was das Siegel verspricht.
Jürgen Brüning, einer der Festivalorganisatoren und Moderator ging soweit zu sagen, es gäbe keinen feministischen Porno und reproduziert damit jene Abwehr etwas dann mutig zu benennen, wenn sich herrschaftskritisches Potential in den Filmen verbirgt. Zumal am 17.Oktober in Berlin erstmalig ein feministischer Pornofilmpreis vergeben wurde, der explizit einen Kontrapunkt zur sexistischen Mainstream-Pornografie zu setzen bzw. nur Filme mit feministischer, (queerer) Sicht zu berücksichtigen versucht und eine derjenigen ehrte, die dem Panel beiwohnte - Shine Louise Housten.
Anna Peak meinte dazu: „Making Porn is dealing with boxes and stereotypes“, daraus folgt: „define your own boxes“ – wenn schon neue Schubläden, dann kann mensch diese doch auch benennen.
Um die Mechanismen des Mainstream Porno zu ändern muss mensch sie unterwandern und in sie „eindringen“
Wie nun aber umgehen mit dem Mainstream – ihn so lassen wie er ist, ein Milliardengeschäft ohne Skrupel. Wie können Menschen neue Blickgewohnheiten näher gebracht werden, wie kann auch Porno kritisch auf Sexualität und alles was daraus resultiert blicken? Wie neue Wege, Alternativen, „Realitäten“ aufzeigen?
Das Podium war sich uneinig über den Weg der bestritten werden kann oder sollte. Während z.B. Renee Pornero einerseits Mainstreampornos (80/20) dreht und sich in den Strukturen bewegt, empfand sie den Eröffnungsfilm „The Band“ von Anna Brownfield (20/80) als das Non-Plus-Ultra für einen guten Porno. Doch woran orientiert sich ein guter Porno? Sicherlich nicht nur daran, was anmacht, sondern auch welche Bilder von Geschlechterverhältnissen er in Szene setzt und wie er diese Bilder in Szene setzt. Ein funktionierender Plot und „wenige“ explizite Sexszenen können gleichermaßen erregen, wie der Film „Madrid 147“ von Sico Dice (im Kurzfilmprogramm „Experimental Porn“) auf so simple wie auch eindringliche Weise. Unabhängig davon, dass in diesem Film nur ein vermeintlich heterosexuelles Pärchen beim Sex zu hören war, ist auch dieser Film „queer“, insofern er Blickregime zu unterwandern in der Lage ist.
Filme für und mit einer queeren Community zu produzieren, wie Anna Peak es praktiziert, kann ebenso queer sein, kann ein nicht-kommerzielles Interesse der Protagonist*innen vorausgesetzt werden. Aber auch Shine Louise Housten´s Traum, ein eigenes Imperium für queeren Porno aufzubauen, thematisiert die wichtige Komponente, den Mainstream-Markt mit eigenen Mitteln zu zerschlagen.
Fuck about the Mainstream – was bleibt
Ein kritischer Blick, Kreativität und Durchhaltevermögen benötigen all jene, die dem Mainstream den Rücken kehren.
Und wenn wir wollen, dass das so bleibt, dass queere, feministische, alternative „Pornos“ auf dem Markt verfügbar sind, dann sollten wir diese kleinen, vielleicht ersten zaghaften Versuche unterstützen und würdigen. Porno kann durchaus „anders“ sein, auch wenn es Anstrengungen derer bedeutet, die die Filme produzieren und derer, die ihre Sehgewohnheiten umstellen müssen.
Noch mehr interessantes rund ums Thema Porno bot eine Diskussion während des Gender Happenings.
Donnerstag, 23. Juli 2009
Gewinner_innen des Gender Happening Filmwettbewerbes!
Es werden also drei mal 333,33 Euro vergeben.
Gewonnen haben:
1.) Maikäfer flieg
von Tom Weller / 3:20 / deutsch
"Maikäfer flieg, Papa ist im Krieg...2 Jahre lang gesungen von Tom Weller.
Deutsches Kinderlied mit klaren Genderrollen und traditionellem militaristischem Familienbezug stösst auf Stimmbruch und Transition unter der Gesangszugabe von Testosteron."
2.) Moi je n'existe pas
von Vika Kirchenbauer / 5:42 / Deutsch + englische Untertitel
"Out of Super 8 family films bought at flea markets in Lisbon, Montréal and Berlin, as well as adding parts of his own family's archive, Vika Kirchenbauer assembles a claustrophobic crescendo on identity, tradition and gender."
3.) 13
von Gitte Hellwig / 1:45 / englisch
Sonntag, 12. Juli 2009
Queer, wo strenger Glaube herrscht
Dienstag, 7. Juli 2009
Der Buddha aus der Vorstadt, Pippi & Captain Kirk
Was bedeutet Queer Reading, queeres Lesen, und welche Medien eignen sich dafür besonders? Darauf antworteten drei Wissenschaftlerinnen mit plakativen und amüsanten Beispielen aus Literatur, Jugendliteratur und Fernsehen. Dr. Elahe Haschemi Yekani (HU Berlin) belegt in Ihrer Analyse zweier Romane, dass Queer Reading nicht auf lesbische oder schwule Bekenntnisse der Figuren angewiesen ist. Hanif Kureishi fordert in seinem Text The Budda of Suburbia (1990) zum Queer Reading geradezu auf. Die ProtagonistInnen mit Nicht-Britischer Herkunft, Karim und Jammila, durchleben vielfältige sexuelle Biografien. Es ist - vor allem für Karim - selbstverständlich, beide Geschlechter zu begehren, ein Coming Out ist nicht notwendig. Sexuelle Liberalität und Expermentierfreudigkeit sind für die Figuren normal oder sie ergeben sich einfach. Sexuelle und identitätsstiftende Gesellschaftsnormen konfrontieren die beiden immer wieder mit der Herkunft ihrer Familien. Die zweite Analyse widmet sich dem Roman von Sadie Smith, White Teeth (2000). Hier findet Haschemi Yekani ein nicht so offensichtliches, queeres Moment in der Schilderung eines "männlichen Versagens", das mit einer "falschen", weil nicht-britischen Nationalität verknüpft ist. In diesem Buch funktioniert Komik erfolgreich als Vermittlungsmethode. Rassismus und Sexismus können in dem Text nur als offensichtlich bekloppte Haltungen gelesen werden. Für Haschemi Yekani kann Queer Reading nicht nur durch das Vorstellen nicht-heteronormativer Charaktere erfolgen, sondern auch im Verwischen von Identität durch Nationalität, Herkunft und geschlechtliche Identität. Die Geschichten über Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgrens weltweit bekannte Heldin (1945), wurde von Dr. Susanne Hochreiter (Uni Wien) auf queere Lesbarkeit geprüft. Sie widmete sich den ersten beiden Pippi-Bänden und lässt den problematischen 3. Band, Pippi auf Takatuka-Land, bewusst beiseite. Der müsste dringend, wie es auch eine Zuhörerin fordert, auf rassistische Muster abgeklopft werden. Hochreiter stellt Pippi als "das Andere" vor, das in binärer Opposition zur Umwelt lebt. Der Ordnung stellt Pippi Chaos entgegen, sie hat keine fürsorglichen Eltern wie andere Kinder, lebt am Rand der Stadt und macht was sie will. Ihr Preis oder besser gesagt die Sanktionen sind Einsamkeit und mangelnde Fürsorge. Hochreiter stellt Pippi als Tomboy vor - nicht konform mit der traditionellen Geschlechterrolle; als Clown - Grenzgängerin zwischen den Welten, Übertreibung als Programm, Anarchistin auf Zeit; und schließlich als Superman - stärkster Mensch auf Erden mit Sinn für Gerechtigkeit. Die Tragik der Pippi-Erzählungen besteht in der Einsamkeit der Heldin und in der Tatsache, dass Pippi ihr Umfeld nicht verändern kann. Tommy und Annika behalten ihre stereotypen Jungen- und Mädchenrollen, wobei Hochreiter auch eine Textprobe gibt, die Annika und Pippi als Liebespaar ausweist. Svenja Derichs (Uni Potsdam) untersuchte Fernsehserien, die durch wiederholte Handlungsstränge besonders geeignet sind, queere Inhalte einem breiten Publikum zu vermitteln. "Das Serielle ist besonders geeignet, um Widerständisches aufzumachen". In Startrek geschieht dies eher unbewusst, wenn etwa Kirk und Spok sich in einer Abschiedsszene ewige Freundschaft schwören und der sonst emotionslose Vulkanier Gefühle für den Captain zeigt. Offensiver gehen Serien wie Torchwood mit mit queeren Liebesszenen um. Der Held der SciFi-Serie ist schwul und darf Männer mit Leidenschaft küssen. Lesbisches und schwules Begehren wird in dieser Serie beiläufig, aber sehr explizit gezeigt und damit als lebensreale Handlung etabliert. Derichs weist darauf hin, dass der Kuss im Film eine besondere Aussagekraft besitzt und sexuelle Praktiken gut visualisieren kann. Sie fordert auf, dass es beim Queer Reading keine Vorgabe geben sollte, wie eine Geschichte zu sein hat und dass Erwartungshaltungen zurückgenommen werden sollten, um sich die nötige Offenheit zu bewahren. Das Genre SciFi erleichtert Queer Reading, da "Utopisches" hier ohnehin erwartet wird.
Susanne Haslinger
Sonntag, 5. Juli 2009
"Die Heide ruft" - "WANT" - "SEXXY": Sexualität und Behinderung
"Die Heide ruft" - "WANT" - "SEXXY": Sexualität und Behinderung - Repräsentationen und Interventionen
Nach den Filmscreenings soll im Zentrum der Diskussion die Tabuisierung selbstbestimmter Sexualität von Menschen mit Beeinträchtigungen stehen, ohne sie als problematisch zu thematisieren. Vielmehr wird es darum gehen, inwiefern Sexualität und Behinderung desintegrativ an den Rand der Gesellschaft gedrängt wird. Dem will etwas entgegengesetzt werden, so dass Interventionen von Menschen mit Beeinträchtigungen hör- und sichtbar werden können.
Diskutant_innen:
Matthias Vernaldi
Mirjam Mirwald
Danilo Vetter
Carola Pohlen in Vertretung für Loree Erickson
Heike Raab (Mod)
Zum kompletten Programm von Gender is Happening
Samstag, 4. Juli 2009
Beautiful Boxer_innen im Ring der Selbstermächtigung
Der Film beschreibt die Lage der Kathoeys (Ladyboy)in Thailänd. Es ist die Geschichte des Boxens als Emanzipationserfahrung. Die wahre Lebensgeschichte Nong Tooms kann als Brücke zu den Alltagserfahrungen unter widrigen Umständen verstanden werden. Zum Beispiel der Situation in den Slums von Nairobi und der täglichen Auseinandersetzung mit Gewalt. Das Engagement der boxgirls international versucht dem etwas entgegen zu setzen. Boxen bildet dabei für Mädchen und junge Frauen die Möglichkeit, Selbstrespekt und Selbstermächtigung durch die Idee der Selbstverteidigung auszubilden.
Ob Geschlecht und Boxsport als identitätsstiftend und ermächtigend erlebt werden kann, soll nach dem Film diskutiert werden.
Diskutant_innen:
Ekachai Uekrongtham
Nong Toom
Elizabeth Adhiambo (Boxgirls International)
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Gender is Happening - Kurzfilmrolle
240 Minuten Film, zwei Tage Sichtung und Debatte liegen hinter ihnen: Die 12 Kuratoriumsmitglieder präsentieren ihre Auswahl aus dem Kurzfilmwettbewerb.
Ein Blick auf die Filmtitel lässt eine breite Vielfalt an Auseinandersetzungen mit dem Wettbewerbsmotto «Gender is Happening» erwarten: Geschlecht passiert im Kopf – aber auch in Formularen und Ämterbürokratie. Die Formate reichen vom Animationsfilm bis zum Musical.
Die Jury:
Irmingard Schewe-Gerigk MdB Bündnis 90/Die Grünen, Sprecherin für Frauen- und Rentenpolitik
Judith Strohm, Frauenrat der Heinrich-Böll-Stiftung
Mehdi Benhadj-Djilali, Regie-Student an der dffb Berlin
Monika Ch. Puginier, Mitglied der Friedensfilmpreisinitiative (Internationale Filmfestspiele Berlin)
weitere Infos zur Kurzfilmrolle auf der Webseite des GWI!
Moderation der Preisverleihung:
Barbara Unmüßig (Grußwort von Barbara Unmüßig)
Geschlechterbilder in Film und Fernsehen: Ambivalenzen und Subversionen
Bei der Herstellung und Verbreitung von Geschlechterbildern spielen Kino und Fernsehen eine wichtige Rolle. Hierbei beschränkt sich jedoch das vermittelte Männer- und Frauenbild nicht immer auch auf stereotype Darstellungen. So finden sich in den Medien durchaus Darstellungen, die Geschlechtergrenzen überschreiten und verschieben. Hierzu gehören beispielsweise Bilder von schwulen Männern, lesbischen Frauen, Drag Kings oder Transsexuellen.
Sind solche mitunter irritierenden Darstellungen in Kino und Fernsehen dazu geeignet, dominante Vorstellungen von Geschlecht in Frage zu stellen? Oder tragen diese Bilder doch wieder nur dazu bei, Geschlechterdifferenzen zu konstruieren und zu stabilisieren?
Am Beispiel von Film und Fernsehen geht es in diesem Vortrag um ambivalente und subversive Geschlechterdarstellungen. Anhand von Filmbeispiele aus TV-Serien und Filmen wie QUEER AS FOLK, THE L WORD, GIRL KING oder VENUS BOYZ werden Möglichkeiten der Überschreitung und Verschiebung von Geschlechtergrenzen veranschaulicht. Schließlich soll ein Rahmen eröffnet werden, der es ermöglicht danach zu fragen, wie Medien Geschlecht konstruieren und welche stabilisierenden aber auch destabilisierenden Wirkungen solche Repräsentationen haben können.
Vortag von&mit:
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Montag, 29. Juni 2009
Was heißt "das andere Geschlecht" für Sie? - Die Zweite!
Den kompletten Film wird es auf dem Gender Happening zu sehen geben.
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Freitag, 26. Juni 2009
Sexualität und Arbeit: WORKING ON IT
Zur allgemeinen Anmeldung!
WORKING ON IT
Brigitta Kuster & Karin Michalski haben mit 15 Darsteller_innen gesprochen, über den Eingriff in das öffentliche Bild von Sexualität und Weiß-sein, über eine Sprache, die mehr als zwei Geschlechter berücksichtigt und über die Möglichkeiten am Arbeitsplatz sexuelle Abwertung wirksam abzuwenden.
Ein Jahr später treffen sich alle Beteiligten erneut in Berlin in einem ehemaligen Supermarkt. Als Treffpunkt eingerichtet, ausgestattet mit thematischen Settings generiert dieser ehemalige Supermarkt weitere queere Interventionen und Reflexionen.
Supported by: Rrriot Girl bands wie Lesbians on Ecstasy, Scream Club, Heidi Mortenson und Rhythm King and her friends
Brigitta Kuster & Karin Michalski diskutieren im Anschluss an das Filmscreening u.a. die Frage, warum die Kategorie Geschlecht nicht ausreicht, um all den Zumutungen zu begegnen, die der Arbeitsalltag mit sich bringt
Es diskutieren:
Brigitta Kuster
Karin Michalski
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Donnerstag, 25. Juni 2009
Out im Kino - Queer Middle East
Diskussion 10. Juli 2009
Zur allgemeinen Anmeldung!
Homosexualität und Religion im orthodoxen Judentum und im Islam sind Themen, die einer komplexen Verschränkung unterliegen, in einer von konservativen und/oder traditionellen Männlichkeit geprägten Gemeinschaft.
Die Filme “Trembling before G-d” 2001 und “A Jihad for Love” 2007 sind die ersten ihrer Art, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. „Borders of Belonging“ schreibt 2009 diese „mutige“ Geschichte fort.
Weit mehr als eine Bestandsaufnahme des schwul-lesbisch-queeren religiösen Lebens und der religiösen Kritik an diesem, zeigen und sind diese Filme eine sensible Auseinandersetzung von Lesben, Schwulen und Transgender die trotz allem ihrer Religion verhaftet sind, mit eben jener.
Zugleich sind die Filme eine Plädoyer an die Religionen, Lesben, Schwule und Transgender als gleichberechtigte Mitglieder in ihre Gemeinschaft aufzunehmen, ebenso wie an Lesben, Schwule und Transgender das Glaube einen legitimen Platz im „queeren“ Leben hat.
Schließlich gewähren „Trembling before G-d“, „A Jihad for Love“ und „Borders of Belonging“ Einblicke in die Lebenswelten von Lesben, Schwulen und Transgender im Mittleren Osten. Sie erzählen von harten gesellschaftlichen Kämpfen und mutigen Menschen, die ihre Identität und ihr Recht auf Würde, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung unter schwersten Bedingungen verteidigen.
Welche Lebensentwürfe- und wege die Filme haben, was die Regisseur_innen zu diesem Thema bewegt hat und was die Filme bewegt oder vielleicht verfestigt haben, wollen wir gemeinsam mit den Filmemacher_innen Sandi DuBowski (Trembling before G-d), Parvez Sharma (A Jihad for Love) und Melisa Önel (Borders of Belonging) diskutieren.
Wie schwul-lesbisch-queeres Leben im Mittleren Osten jenseits der Leinwand aussieht und welche Herausforderungen die LGBTI-Community täglich annehmen muss soll in diesem Rahmen mit den Aktivist_innen Joelle (Meem, Libanon), Ali Erol (KAOS GL, Türkei) und Mikie Goldstein (Jerusalem Open House, Israel) diskutiert werden. Ebenso bedacht werden soll, welche Rolle die deutsche/europäische LGBTI-Community bei der Stärkung der Menschenrechte von Lesben und Schwulen im Mittleren Osten spielen kann.
Moderation:
Cem Özdemir (Vorsitzender, Bündnis 90/ Die Grünen)
Es diskutieren:
Sandi DuBowski (Trembling before G-d)
Parvez Sharma (A Jihad for Love)
Nil Mutluer (Borders of Belonging)
Joelle (Meem, Libanon)
Ali Erol (KAOS GL, Türkei)
Mikie Goldstein (Jerusalem Open House, Israel)
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Dienstag, 16. Juni 2009
Gender Happening Kuratoriumsmitglieder die Dritte
Susanne Foidl - Jahrgang 1965, arbeitet an der Hochschule für Film und Fernsehen in Babelsberg als künstlerische Mitarbeiterin im Studiengang Montage und ist diplomierte Schnittmeisterin. Ganz nebenbei promoviert sie mit der „Kritik der Montage“ an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Trotz aller Kritik – für sie „bleibt die Montage Seele des Films, denn der Zusammenhang machts - auf die Perspektive kommt es an“.
Als Mitglied des Kuratoriums will sie nicht nur im Hinblick auf Montage Kritik formulieren, die Wahrnehmung prüfen und kategorisieren,
Sonya Wellhausen - studierte in Kanada, Spanien und Kuba Internationale Entwicklungszusammenarbeit und Gender. Zurück in Berlin studiert sie nun Kultur- und Sozialanthropologie. Neben ihrem Studium engagiert sie sich seit mehreren Jahren in verschiedenen Frauen- und Menschenrechtsorganisationen, unter anderem Terre des Femmes und amnesty international. Ihre binationale Herkunft und internationalen Erfahrungen prägen ihren Blick auf Politik und Kunst-- diesen Blickwinkel hofft sie auch in das Kuratorium einbringen zu können. Sie versteht Film als politisches Instrument, Chance für Aufklärung und Ansatz zur gesellschaftspolitischen Diskussion. Einige ihrer liebsten filmischen Darstellungen sind Prinzessinnenbad, High Art, Habana Blues und Skins.
Freitag, 12. Juni 2009
Was heißt "das andere Geschlecht" für Sie? - Erste Impressionen
Viele Menschen haben viele unterschiedliche Antworten gegeben. Einen kleinen Auszug möchten wir schon heute präsentieren und zur Diskussion anregen.
In Kürze werden wir einen weiteren Kurzfilm präsentieren: Spannung ist also angesagt.
Der ganze Film, mit vielen weiteren Fragen, Antworten und Aussagen wird am 06.07.2009 zur Eröffnung des Gender Happenings zu sehen sein.
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Diskutiert mit im Forum
ak film, das sind: Marlene Bauer, Alex Giegold*, Katrin Köppert und Francesca Schmidt
*Alex ist übrigens unsere Fotografin und hat das Foto für den Blog gemacht.
Montag, 25. Mai 2009
Frank Begemann mit "About Sexuality" und "You make me horny!" beim Gender Happening
About Sexuality
Frank Begemann arbeitet bereits seit 2006 an einem Filmprojekt mit dem Titel „About Sexuality“, welches genau diese Fragen aufwirft und behandelt.
In dem Film sind Sequenzen aneinandergereiht, in denen Jugendliche in kurzen Statements über ihre Sexualität sprechen. Der Blick der ZuschauerInnen wird gebrochen, indem lediglich der Mund der Jugendlichen zu sehen ist und sie so in ihrer Person nicht zu erkennen sind.
Durch die Arbeit von Frank Begemann in dem von Dissens e.V. durchgeführten und Aktion Mensch geförderten Projektes „Intersektionale Gewaltprävention“ konnte eine weitere Sequenz in „About Sexuality“ einfließen. In diesem Projekt wurde in der Arbeit mit Jungen einer sozialen Trainingsgruppe versucht, die zuvor erarbeiteten Inhalte in das künstlerische Projekt von Frank Begemann zu integrieren.
Den Film und die Arbeit daran/damit versteht Frank Begemann als fortlaufenden Prozess - „Work in progress“ (Process-Art).
About Sexuality HDV: 1,5 Min, gezeigt als Loop.
You make me horny!
Frank Begemann hat sich diese Frage während eines von ihm veranstalteten Rap-Workshops gestellt und die Jugendlichen darauf angesprochen. Dabei stellte er fest, dass Jugendliche zunächst zu Verharmlosung neigen, jedoch im Gespräch erkennen lassen, dass sie durchaus nicht nur konsumieren sondern ein klares Auge und Gehör für Gewalt und Sexismus in den Texten haben.
Performance: You make me horny! HDV 4,5 Min. Sound: DJ Bomba
Zum kompletten Programm von Gender is Happening!
Über Frank Begemann:
Jahrgang 1967, studierte nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann Sozialwesen in der School of Art HBK Braunschweig Video Art und Performance, in den Klassen Marina Abramovic` und John Armleder.
In seiner künstlerischen Arbeit hat sich Frank Begemann auf geschlechtsspezifische Themen spezialisiert und legt im Bereich Hilfen zur Erziehung seinen Schwerpunkt auf eine Geschlechter begleitende Kunstvermittlung.
Im Netz:
www.fuzzy-kids.de
frankbegemann@fuzzy-kids.de
Jungenarbeit und Kunst.
Projekt in Marzahn Hellersdorf.
Tätigkeit für Dissens e.V.
Kein Blümchenrap. Nicht immer cool, nicht immer stark.
Brauchen Jungen ein neues Rollenbild? Anke Lübbert im Gespräch mit Frank Begemann, 2007
MAGAZIN DER BUNDESZENTRALE FÜR POLITISCHE BILDUNG


