Für das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen wird ein neuer Film gesucht, der ab Mai 2010 in der Betonstele des Denkmals am Tiergarten gezeigt werden soll. Die Konzeption des Denkmals sieht vor, den Film der durch ein Fenster in der Stele zu sehen ist, im 2-Jahres-Rhythmus auszutauschen. Zu sehen ist derzeit eine Kussszene zwischen zwei Männern, es wäre daher aus geschlechtergerechter Perspektive toll, wenn im nächsten Film zwei sich küssende Frauen zu sehen sind.
Die "Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas" ruft interessierte Videokünstler_innen in einem öffentlichen Ideenwettbewerb dazu auf bis zum 9. Januar 2010 entsprechende Beiträge einzureichen. Die Mindestanfoderungen die an den Beitrag gestellt werden sind: schwarz-weiß, gleichgeschlechtliche Kussszene, maximal 2 Minuten lang. Mehr Informationen in der Ausschreibung Stiftung Denkmal.
Ran an Kamera und Schnittprogramm!
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Filmwettbewerb!
Sonntag, 12. Juli 2009
Queer, wo strenger Glaube herrscht
Queer Middle East war das Thema einer Filmreihe am Freitag. Die Filme spielten in der Türkei, in Israel, in Indien, in Frankreich, England und den USA - Middle East? Abgesehen von der etwas unglücklichen Titelwahl war die Serie beeindruckend. Ich beginne mit der Weltpremiere von Me and Nuri Bala...
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Geschrieben von Michaela Raab
in Film
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Dienstag, 7. Juli 2009
peace full ____
Bürger in Uniform" oder "Kämpfer"
Militär und Geschlechterverhältnisse in Ost und Westdeutschland
Gitti Henschel moderiert:
Prof. Dr. Christine Eifler
Prof. Dr. Ruth Seifert
Dr. Klaus Naumann

Die militärische Formierung der zwei Gesellschaften, in denen 60 Jahre lang keine lebensweltliche Erfahrung mit Krieg (Naumann) gemacht werden mußte, steht am Anfang:
Wo, so Eifler, "der erste deutsche Friedensstaat" den "Kämpfer der Revolution" im Aufbau des Sozialismus, mit selbstloser Kameradin an der Seite, per Dekret Frieden schaffen läßt - wäre da nicht der Imperialismus,
verbietet im Land, wo der Kriegsfall verfassungsmässig nicht vorgesehen ist,
die wesensmässige Bestimmung der Frauen (Seifert) ihr Töten.
Derart sozialisiert frage ich mich, wie der (ehemals alleinige?!) "Verteidigungs- oder Bündnisfall" in Form des heute "helfenden, rettenden, schützenden", "bewaffneten Sozialarbeiters" offensiv noch in Friedens-Täterschaft umgemünzt werden kann. Statt gefragter zivilrechtlicher "Polyvalenzen" der Streitkräfte würde ja manchmal gern, sehnsüchtig vereinfachend, der "Grauzone"das so genannte "real thing" des Krieges vorgezogen? Auf Augenhöhe eines afghanischen Dorfvorstands zieht dabei der "Vater aller Dinge" (Heraklit) doch nur anti-patriarchalen Gegenschlag nach sich... Der Tanz eines sufistischen "Sohnes" wär interkulturell womöglich angemessener: nämlich friedfertig.
Erst einmal bestätigt wurde dabei die anglo-eurozentrische (Gegen)-Schlagkraft
in der dekonstruktivistischen Aversion vis-á-vis "positiver Eigenschaften" im WORKSHOP MännerLeben im GenderDschungel mit Andreas Goosses undKlaus Schwerma.
Letzterer betonte den Fortschritt des
notwendigen Zulassens von Verunsicherung ! ohne agressive Abwehr !von Männlichkeit für eine Weiterentwicklung. Und interessant bleibt doch, was mensch vom menschen erwartet:
Die 200 Mann starke Männerbewegung im FORUM ließe sich gesellschaftspolitisch betrachten als eine Friedensbewegung,
welche, psychologisch ansetzend, v.a. in der Jungen-Arbeit, endlich auch Sorge und Erziehungsarbeit leistet.
Also: Alle Kriegsdienstverweigerer als Zivi-Kompetente "an die Front"!?
Militär und Geschlechterverhältnisse in Ost und Westdeutschland
Gitti Henschel moderiert:
Prof. Dr. Christine Eifler
Prof. Dr. Ruth Seifert
Dr. Klaus Naumann
tollertross©fh
Die militärische Formierung der zwei Gesellschaften, in denen 60 Jahre lang keine lebensweltliche Erfahrung mit Krieg (Naumann) gemacht werden mußte, steht am Anfang:
Wo, so Eifler, "der erste deutsche Friedensstaat" den "Kämpfer der Revolution" im Aufbau des Sozialismus, mit selbstloser Kameradin an der Seite, per Dekret Frieden schaffen läßt - wäre da nicht der Imperialismus,
verbietet im Land, wo der Kriegsfall verfassungsmässig nicht vorgesehen ist,
die wesensmässige Bestimmung der Frauen (Seifert) ihr Töten.
Derart sozialisiert frage ich mich, wie der (ehemals alleinige?!) "Verteidigungs- oder Bündnisfall" in Form des heute "helfenden, rettenden, schützenden", "bewaffneten Sozialarbeiters" offensiv noch in Friedens-Täterschaft umgemünzt werden kann. Statt gefragter zivilrechtlicher "Polyvalenzen" der Streitkräfte würde ja manchmal gern, sehnsüchtig vereinfachend, der "Grauzone"das so genannte "real thing" des Krieges vorgezogen? Auf Augenhöhe eines afghanischen Dorfvorstands zieht dabei der "Vater aller Dinge" (Heraklit) doch nur anti-patriarchalen Gegenschlag nach sich... Der Tanz eines sufistischen "Sohnes" wär interkulturell womöglich angemessener: nämlich friedfertig.
Erst einmal bestätigt wurde dabei die anglo-eurozentrische (Gegen)-Schlagkraft
in der dekonstruktivistischen Aversion vis-á-vis "positiver Eigenschaften" im WORKSHOP MännerLeben im GenderDschungel mit Andreas Goosses undKlaus Schwerma.
Letzterer betonte den Fortschritt des
notwendigen Zulassens von Verunsicherung ! ohne agressive Abwehr !von Männlichkeit für eine Weiterentwicklung. Und interessant bleibt doch, was mensch vom menschen erwartet:
Die 200 Mann starke Männerbewegung im FORUM ließe sich gesellschaftspolitisch betrachten als eine Friedensbewegung,
welche, psychologisch ansetzend, v.a. in der Jungen-Arbeit, endlich auch Sorge und Erziehungsarbeit leistet.
Also: Alle Kriegsdienstverweigerer als Zivi-Kompetente "an die Front"!?
Geschrieben von Frauke Helwes
in Diskussionen, Gender Happening
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17:56
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Tags für diesen Artikel: antisexismus, diskussionen, gender, globalisierung, grundgesetz, homophobie, militär, männer, nation
miss_d form link_d laws fighting for right
Frauenpolitisches Gespräch 1989-2009
Ungleichzeitig in die Einheit - Erfahrungen
Prof. Hildegard Maria Nickel
Prof. Dr. Tina Thürmer-Rohr
Carola von Braun (ehem. MdA/FDP)
Petra Bläss-? (Ex-Vizepräs. des BT)
Mod. Anne Ulrich
Ulrich moderiert das Gespräch am Abend an. Auch mit den Öffentlichkeitstheoretikern Alexander Kluge und Oskar Negt. Nach "Öffentlichkeit und Erfahrung" (1972), "Geschichte und Eigensinn" (1981) schärften sie in "Maßverhältnisse des Politischen" (1992) einen Begriff, der Politik nicht als "Substanz" versteht, sondern als Form:
jedes "alltägliche Gefühl" kann eine "Intensität" gewinnen, die es politikfähig macht. Emanzipatorische Politik entsteht nur dann, wenn selbstregulierende Organisationsformen ein Maß zueinander finden.
Zum nicht Zusammenfinden in ´vereinter Frauenpower´ vor 20 Jahre finden an diesem Abend eingestandene Enttäuschungen und befreiende Einsichten zur ehemals diversen Agenda eine Form:
Angst und Aufbruch (Bläss, Nickel) hatten spätestens zwischen Sept. 89 und März 90 Frauen aus der DDR über alle Nischen-Grenzen hinweg vernetzt (Bläss); der Unabhängige Frauenverband (UFV) forderte in (so Nickel) "friedlich-revolutionärem" Schwung : "Ohne Frauen ist kein Staat zu machen", verfehlte aber ohne Rotation das erste lila Mandat. Die starke Westfrauenbewegung, die - mit ausgefeilter Herrschaftsanalyse und Staatskritik im Gepäck (Thürmer-Rohr) - sich "typisch deutsch" auf allen Ebenen gut institutionalisiert hatte (von Braun), sah sich zurückgestutzt. Sie schwieg zur Frage der Nation.
Dass diese hinter Ihr gelassen sein will, erweist sich in dem historisch-materialistisch angedrohten Gang zum Europäischen Gerichtshof: Frauen, deren (Renten-) Ansprüche durch Scheidung in oder auch nach der DDR im politischen System der alt-neuen Bundesrepublik untergehen, fordern ihr Recht hier auf Erden, gegen die biologistisch "tickende Uhr".
Das Vermittlungsproblem, wie sich Erfahrungs- und Wissensbestände von Staatsbürger_innen nicht zuletzt mit Migrationshintergrund "unter Handlungsdruck" in der Krise zu Ein- bzw. Ausschliessungen solcher Art verhalten mögen, bleibt eine Frage von Ressourcen-Verteilung in der Form, d.h. Politik als Handeln ins Ungewisse.
(es folgen später: video-dok inputs und video-dok diskussion)
Ungleichzeitig in die Einheit - Erfahrungen
Prof. Hildegard Maria Nickel
Prof. Dr. Tina Thürmer-Rohr
Carola von Braun (ehem. MdA/FDP)
Petra Bläss-? (Ex-Vizepräs. des BT)
Mod. Anne Ulrich
Ulrich moderiert das Gespräch am Abend an. Auch mit den Öffentlichkeitstheoretikern Alexander Kluge und Oskar Negt. Nach "Öffentlichkeit und Erfahrung" (1972), "Geschichte und Eigensinn" (1981) schärften sie in "Maßverhältnisse des Politischen" (1992) einen Begriff, der Politik nicht als "Substanz" versteht, sondern als Form:
jedes "alltägliche Gefühl" kann eine "Intensität" gewinnen, die es politikfähig macht. Emanzipatorische Politik entsteht nur dann, wenn selbstregulierende Organisationsformen ein Maß zueinander finden.
Zum nicht Zusammenfinden in ´vereinter Frauenpower´ vor 20 Jahre finden an diesem Abend eingestandene Enttäuschungen und befreiende Einsichten zur ehemals diversen Agenda eine Form:
Angst und Aufbruch (Bläss, Nickel) hatten spätestens zwischen Sept. 89 und März 90 Frauen aus der DDR über alle Nischen-Grenzen hinweg vernetzt (Bläss); der Unabhängige Frauenverband (UFV) forderte in (so Nickel) "friedlich-revolutionärem" Schwung : "Ohne Frauen ist kein Staat zu machen", verfehlte aber ohne Rotation das erste lila Mandat. Die starke Westfrauenbewegung, die - mit ausgefeilter Herrschaftsanalyse und Staatskritik im Gepäck (Thürmer-Rohr) - sich "typisch deutsch" auf allen Ebenen gut institutionalisiert hatte (von Braun), sah sich zurückgestutzt. Sie schwieg zur Frage der Nation.
Dass diese hinter Ihr gelassen sein will, erweist sich in dem historisch-materialistisch angedrohten Gang zum Europäischen Gerichtshof: Frauen, deren (Renten-) Ansprüche durch Scheidung in oder auch nach der DDR im politischen System der alt-neuen Bundesrepublik untergehen, fordern ihr Recht hier auf Erden, gegen die biologistisch "tickende Uhr".
Das Vermittlungsproblem, wie sich Erfahrungs- und Wissensbestände von Staatsbürger_innen nicht zuletzt mit Migrationshintergrund "unter Handlungsdruck" in der Krise zu Ein- bzw. Ausschliessungen solcher Art verhalten mögen, bleibt eine Frage von Ressourcen-Verteilung in der Form, d.h. Politik als Handeln ins Ungewisse.
(es folgen später: video-dok inputs und video-dok diskussion)
Geschrieben von Frauke Helwes
in Gender Happening, Panel
um
02:44
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Tags für diesen Artikel: beeinträchtigung, feminismus, frauenbewegung, friedliche revolution, geschichte, gleichberechtigung, globalisierung, homophobie, männer, nation, ost-west, rassismus, videoarbeiten, wende
Samstag, 4. Juli 2009
Homophob sind nur die "Anderen"?
Politischer Salon 11.07.2009
In den letzten Monaten ereigneten sich gehäuft Übergriffe gegenüber chwul-lesbi-transgender Personen, daraus enstand/ensteht eine Diskussion über Homophobie, die mehrheitlich Menschen mit migrantischem Hintergrund einbezieht. Ein gesamtgesellschaftliches Problem wird verlagert und medialisiert.
Fast scheint es, als wären die Rechte von Homosexuellen Instrumente in einer "Zivilisierungs-Mission" geworden, immer unter der Reklamation der allgemeinen Menschenrechte. Es darf also gefragt werden, ob Rassismus zum Vehikel für die politischen Kämpfe der Anerkennung von homosexuell und queer lebenden Menschen geworden ist.
In dem Politischen Salon am Samstag soll diskutiert werden, wie jenseits einer sensationslüsternen Medialisierung rund um die "Kulturalisierung" von Homophobie die Strukturen und Hintergründe offen gelegt und analysiert werden können und welche Konsequenzen sich für die politische Arbeit mit dem Thema an der Schnittstelle Rassismus und Heterosexismus ergeben.
Diskutant_innen:
Klaus Lederer
Georg Klauda
Maria do Mar Castro Varela
Ammo Recla
Koray Yilmaz-Günay
Nanna Heidenreich(Mod)
Zum kompletten Programm von Gender is Happening!
In den letzten Monaten ereigneten sich gehäuft Übergriffe gegenüber chwul-lesbi-transgender Personen, daraus enstand/ensteht eine Diskussion über Homophobie, die mehrheitlich Menschen mit migrantischem Hintergrund einbezieht. Ein gesamtgesellschaftliches Problem wird verlagert und medialisiert.
Fast scheint es, als wären die Rechte von Homosexuellen Instrumente in einer "Zivilisierungs-Mission" geworden, immer unter der Reklamation der allgemeinen Menschenrechte. Es darf also gefragt werden, ob Rassismus zum Vehikel für die politischen Kämpfe der Anerkennung von homosexuell und queer lebenden Menschen geworden ist.
In dem Politischen Salon am Samstag soll diskutiert werden, wie jenseits einer sensationslüsternen Medialisierung rund um die "Kulturalisierung" von Homophobie die Strukturen und Hintergründe offen gelegt und analysiert werden können und welche Konsequenzen sich für die politische Arbeit mit dem Thema an der Schnittstelle Rassismus und Heterosexismus ergeben.
Diskutant_innen:
Klaus Lederer
Georg Klauda
Maria do Mar Castro Varela
Ammo Recla
Koray Yilmaz-Günay
Nanna Heidenreich(Mod)
Zum kompletten Programm von Gender is Happening!
Geschrieben von Francesca Schmidt
in Gender Happening, Politischer Salon
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13:44
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Tags für diesen Artikel: gender, gender happening, homophobie, lesben, love me gender, queer, rassismus, schwul
(Seite 1 von 1, insgesamt 5 Einträge)



