Aufruf des SlutWalk Berlin
(Please see below for English version)
Was ist der Slutwalk[1]?
Was in Toronto Anfang des Jahres begann, entwickelt sich zu einer globalen Emanzipationsbewegung. Menschen protestieren für ihr Recht auf Selbstbestimmung hinsichtlich Körper, Geschlecht und sexuellem Begehren.
Wir haben es satt in einem System zu leben, das sexualisierte Übergriffe, Gewalt und Belästigungen verharmlost, legitimiert und den Betroffenen die Schuld gibt.
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SlutWalk Berlin - am 13. August 2011 um 15 Uhr, Wittenbergplatz
Geschrieben von Gunda-Werner-Institut
in Feminismus
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14:39
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Samstag, 30. Oktober 2010
Alternative Kommunikation
Analphabetentum ist ein Problem, welches anlässlich des Liberia-Workshops aufgegriffen wurde, aber auch auf andere Regionen der Welt übertragbar ist. In Liberia ist etwa 50% der Bevölkerung nicht in der Lage, zu lesen und zu schreiben. Somit besteht die Herausforderung, diese Menschen adequat über ihre Rechte zu informieren.
Das Team von LolaMora Producciones beschreitet dabei andere Wege als die des geschriebenen Wortes. Ihre Filme, Radiosendungen und Podcasts über sexualisierte Gewalt in Konflikten wurden bisher vor allem in Lateinamerika und Afrika verbreitet.
Wer sich einen Eindruck über ihre Arbeit verschaffen will, klicke www.lolamora.net
Das Team von LolaMora Producciones beschreitet dabei andere Wege als die des geschriebenen Wortes. Ihre Filme, Radiosendungen und Podcasts über sexualisierte Gewalt in Konflikten wurden bisher vor allem in Lateinamerika und Afrika verbreitet.
Wer sich einen Eindruck über ihre Arbeit verschaffen will, klicke www.lolamora.net
Geschrieben von Hanna
in Frieden&Sicherheit, UN-Resolutiuonen
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12:25
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Freitag, 29. Oktober 2010
Sexualisierte Gewalt an Jungen und Männern und deren mangelhafte Erwähnung in der UNSCR 1325
Natürlich gab es im Rahmen des heutigen Tages hier und da Anmerkungen: Leiden Jungen und Männer unter sexueller Gewalt? Leiden sie "genauso" wie Mädchen und Frauen? Werden sie in anderen Ländern, und vielleicht auch in Deutschland dadurch "unmarriageable"? Und vor allem und oft wiederholt: Nimmt die Beschäftigung mit "Männerproblemen" nun den Frauenorganisationen in langwierigen Verteilungskämpfen die ohnehin meist knappen Ressourcen? Macht sie sexuelle und sexualisierte Gewalt gegen Mädchen und Frauen wieder zur marginalisierten Problematik? Fragen, die der/die Eine oder Andere sicher im Workshop erwartet.
Sandesh Sivakumaran, Experte in der UN-Koordination von Humanitarian Affairs ist bereits 2007 mit dem (nicht ins Deutsche übersetzten) Essay Sexual violence against men in armed conflict im European Journal of International Law in Erscheinung getreten. Sexuelle Gewalt an Jungen und Männern, so setzt er umgehend an, fände sehr viel häufiger statt, als man weithin meine, sei weit verbreitet und systematisiert. Zum einen können, wie primär dargestellt, Männer, aber auch Frauen, als Gewalttäter an Jungen/Männern in Erscheinung treten. Auch werden Häftlinge genötigt, in Flüchtlingslagern, Krisenregionen und auch staatlichen Institutionen, wie Gefängnissen, sexualisierte Gewalt an Mithäftlingen zu vollziehen.
Sexuelle Gewalt an Jungen und Männern ist zudem eng mit Konzepten von Männlichkeit verknüpft. Immer schwingt in der Viktimisierung Angst, Schuld und Stigmatisierung mit, wird die Verdopplung der Tat geschaffen: Die - in Männlichkeitssozialisationen negierte - Vulnerabilität des eigenen Körpers geht zudem mit der - selbst- oder fremdzugeschriebenen - Effeminisierung nach der Tat einher.
Zum Anlass der Verabschiedung der UN-Resolution 1325, stellt sich die Frage, was in Bezug auf Gewalt an Jungen und Männern getan wurde? Sivakumaran konstatiert für diese Problematik einen Rückschritt: Wurde in UN-Reports der 80er und 90er Jahren sexuelle Gewalt an Jungen und Männern, wenn auch unter anderen Begriffen wie Folter oder Gewalt dokumentiert und subsumiert, findet dies heute nicht mehr statt. Ein mangelhaftes Bewusstsein dieser Thematik diagnostiziert Sivakumaran in den UN-Dokumenten der letzten Dekade, exemplarisch an der im Jahr 2008 verabschiedeten Resolution 1820, die, Gewalt an Zivilpersonen ächtend, eine sensible Sprache und den Bezug zu Jungen und Männern als potentielle Opfer vermissen läßt.
Es ist anzumerken, dass in der Resolution meist Opfer sexueller Gewalt, insbesondere Frauen und Mädchen, benannt werden. Es wird demnach kein konkretes Ausschlussprinzip verfolgt, wohl aber kann eine spezifische Fokussierung auf einen - sicher quantitativ größeren, aber darum nicht notwendig exklusiv zu benennenden - Teil des Problems abgelesen werden.
Im sich anschließenden Workshop werden weitere Fragen aufgeworfen: Was ist das Spezifische an sexueller Gewalt an Jungen und Männern? Welche Rollen und welche Strategien können NGOs einnehmen? Was ist auf internationaler Ebene zur Prävention dieser (und weiterer) Form von Gewalt zu tun? Das Fazit zeigt: Es werden keine (vorschnellen) Antworten, doch aber ein Fortschritt in Bezug auf die Sensibilisierung in Fragen von Mißbrauch von Jungen und Männern getan. Und die Frage, warum die Resolution lediglich Gewalt an Zivilpersonen benennt.
Geschrieben von Katharina Kaps
in Frieden&Sicherheit, UN-Resolutiuonen
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17:43
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Jargon
In der Arbeitsgruppe zu Liberia mit Rebecca Stubblefield von Medica Mondiale dachten wir heute Morgen in kleinen Gruppen darüber nach, wie sich 1325 in Liberia effektiver umsetzen lässt - Druck von "oben" (Geber, ECOWAS, AU etc.), Druck von der Frauenbewegung (Demos oder einfach massive Präsenz von Zuschauerinnen und -hörerinnen, wo wichtige Entscheidungen gefällt werden, z.B. Friedens- und Gerichtsverhandlungen), Druck von "unten" (was muss passieren, damit normale Leute ihre Rechte einfordern und gegen Gewalt handeln?), und so fort.
Irgendwann fiel der Ausdruck "multi-layered strategy based on an analysis of the root causes. Schlimmster Entwicklungs-Jargon, aber so wichtig: was auch immer wir tun, es sollte auf fundiertes Wissen um die Formen, Ursachen und Auslöser von Gewalt beruhen. Dann geht es darum, herauszufinden, wer, auf welchen "Ebenen" (PolitikerInnen in welchen Ministerien, RichterInnen, Menschenrechtsorganisationen, Frauengruppen, LehrerInnen, bewegte Frauen und Männer, Jugendgruppen...), etwas bewirken kann, und wie. Awino Okech vom African Gender Institut, die heute Nachmittag einen Workshop begleitet, hat das eindringlich an einem südafrikanischen Beispiel illustriert: viele unterschiedliche Aktivitäten, in vielen verschiedenen Foren, von vielerlei Akteuren, arbeiten auf gemeinsam definierte Zielen hin. Es lebe die Koordination.
Irgendwann fiel der Ausdruck "multi-layered strategy based on an analysis of the root causes. Schlimmster Entwicklungs-Jargon, aber so wichtig: was auch immer wir tun, es sollte auf fundiertes Wissen um die Formen, Ursachen und Auslöser von Gewalt beruhen. Dann geht es darum, herauszufinden, wer, auf welchen "Ebenen" (PolitikerInnen in welchen Ministerien, RichterInnen, Menschenrechtsorganisationen, Frauengruppen, LehrerInnen, bewegte Frauen und Männer, Jugendgruppen...), etwas bewirken kann, und wie. Awino Okech vom African Gender Institut, die heute Nachmittag einen Workshop begleitet, hat das eindringlich an einem südafrikanischen Beispiel illustriert: viele unterschiedliche Aktivitäten, in vielen verschiedenen Foren, von vielerlei Akteuren, arbeiten auf gemeinsam definierte Zielen hin. Es lebe die Koordination.
Geschrieben von Michaela Raab
in Frieden&Sicherheit, UN-Resolutiuonen
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15:27
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Die Maske
9h morgens im Damenklo der Böll-Stiftung. Eine Konferenzteilnehmerin (Resolution 1325) steht vor dem Spiegel und trägt hastig Puder auf. Ihr Gesicht sieht ebenmäßig aus, vielleicht ein wenig starr.
Meine Mutter ist fast 70. Ohne Lippenstift geht sie nicht aus dem Haus. Warum verfremden so viele Frauen ihre Gesichter, jeden Tag, bevor sie "in die Öffentlichkeit" treten? Damit man ihnen die Angst, die Empörung, die Wut nicht ansieht? Damit sie ein schönes Gesicht zum bösen Spiel machen?
Meine Mutter ist fast 70. Ohne Lippenstift geht sie nicht aus dem Haus. Warum verfremden so viele Frauen ihre Gesichter, jeden Tag, bevor sie "in die Öffentlichkeit" treten? Damit man ihnen die Angst, die Empörung, die Wut nicht ansieht? Damit sie ein schönes Gesicht zum bösen Spiel machen?
Dienstag, 26. Oktober 2010
Internationale Konferenz - Krisen bewältigen, bewaffnete Konflikte beenden
Zum 10. Jahrestag der UN-Resolution 1325
Aus Anlass des 10. Jahrestags der Verabschiedung der UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ veranstaltet das Gunda-Werner-Institut (GWI) der Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) in Kooperation mit dem deutschen Frauensicherheitsrat (FSR) und den 1000 Friedensfrauen weltweit eine internationale Konferenz. Damit sollen drei inhaltliche Ziele verfolgt werden. Im ersten Teil wollen wir kritisch Bilanz über die Umsetzung der Resolution 1325 ziehen, und anhand einzelner Fallstudien bisherige Erfolge würdigen und Defizite offenlegen. Im zweiten Schwerpunkt der Konferenz konzentrieren wir uns auf Aspekte, die über die eigentlichen Kernthemen der Resolution hinausgehen. Dazu gehören die Rolle von Geschlechterdynamiken in Krisen und Konfliktsituationen, insbesondere die Problematik von militarisierter Männlichkeit und sexualisierter Gewalt, sowie die Nutzung von Frauen- und Menschenrechten als Legitimation für militärische Interventionspolitik. Am letzten Tag wollen wir gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger_innen über konkrete politische Strategien diskutieren, um die Umsetzung der Resolution voranzutreiben und bisher unterbelichtete Themen auf die Agenda der internationalen Gemeinschaft zu setzen.
Das komplette Programm!
Große Teile der Konferenz werden per Livestream übertragen!
Außerdem gibt es ein Filmprogramm und eine Ausstellung!
Auf diesem Blog werden Blogreporter_innen von der Konferenz und den Themen berichten!
Aus Anlass des 10. Jahrestags der Verabschiedung der UN-Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“ veranstaltet das Gunda-Werner-Institut (GWI) der Heinrich-Böll-Stiftung (hbs) in Kooperation mit dem deutschen Frauensicherheitsrat (FSR) und den 1000 Friedensfrauen weltweit eine internationale Konferenz. Damit sollen drei inhaltliche Ziele verfolgt werden. Im ersten Teil wollen wir kritisch Bilanz über die Umsetzung der Resolution 1325 ziehen, und anhand einzelner Fallstudien bisherige Erfolge würdigen und Defizite offenlegen. Im zweiten Schwerpunkt der Konferenz konzentrieren wir uns auf Aspekte, die über die eigentlichen Kernthemen der Resolution hinausgehen. Dazu gehören die Rolle von Geschlechterdynamiken in Krisen und Konfliktsituationen, insbesondere die Problematik von militarisierter Männlichkeit und sexualisierter Gewalt, sowie die Nutzung von Frauen- und Menschenrechten als Legitimation für militärische Interventionspolitik. Am letzten Tag wollen wir gemeinsam mit politischen Entscheidungsträger_innen über konkrete politische Strategien diskutieren, um die Umsetzung der Resolution voranzutreiben und bisher unterbelichtete Themen auf die Agenda der internationalen Gemeinschaft zu setzen.
Das komplette Programm!
Große Teile der Konferenz werden per Livestream übertragen!
Außerdem gibt es ein Filmprogramm und eine Ausstellung!
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Geschrieben von Francesca Schmidt
in Frieden&Sicherheit, UN-Resolutiuonen
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11:22
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Dienstag, 1. Juni 2010
Fußball WM 2010 - Bissiges Kondom
Zur Fußball-WM 2010 in Südafrika soll das umstrittene Anti-Vergewaltigungskondom Rape-Axe, welches vor fünf Jahren von der Südafrikanerin Dr. Sonnet Ehlers erfunden wurde, Premiere feiern. Ca. 30 000 Stück will Ehlers verteilen lassen. Das Anti-Vergewaltigungskondom sooo, wie ein Tampon getragen, den Penetrierenden mit kleinen Stachelen ein Unbehagen verschaffen, ohne dabei zu Blutung zu führen. Im Klartext heißt das, dass Frauen sich nicht vor dem Übergriff an sich schützen können, sondern das dieser lediglich verkürzt wird.
Ein interessanter Artikel dazu erschien kürzlich im Freitag.
Ein interessanter Artikel dazu erschien kürzlich im Freitag.
Geschrieben von Francesca Schmidt
in Fußball-WM 2010, Sport
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12:57
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Sonntag, 12. Juli 2009
Queer, wo strenger Glaube herrscht
Queer Middle East war das Thema einer Filmreihe am Freitag. Die Filme spielten in der Türkei, in Israel, in Indien, in Frankreich, England und den USA - Middle East? Abgesehen von der etwas unglücklichen Titelwahl war die Serie beeindruckend. Ich beginne mit der Weltpremiere von Me and Nuri Bala...
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Geschrieben von Michaela Raab
in Film
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10:56
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Freitag, 10. Juli 2009
Die Lesbenbewegung hatte ja alles erreicht
Zeitzeuginnen kommen in "Das Burlebüble mag i net" (http://burlebuebele.wordpress.com/) von Sandra Luka Stoll und Anke Schwarz zur Entstehung und Weiterentwicklung der Lesbenbewegung in beiden Teilen Berlins zu Wort. Auf der Bühne sitzen nach der Vorführung des Films eine der Protagonist_innen Ursula Sillge und vielleicht als "Ersatz" für Cristina Perincioli, Christiane Härdel.
Im Laufe der Diskussion wird die Frage in den Raum gestellt, was denn mit der Lesbenbewegung passiert sei und eine Antwort die gegeben wird ist, dass es keinen Grund mehr für eine Bewegung gab, weil es war ja alles erreicht worden. Hat sich verlaufen im Sand oder worauf die Gesellschaft sonst so gebaut ist. Das AGG, der verstärkte rechtliche Schutz gegen Diskriminierung aufgrund sexualler Orientierung, das relativ akzeptierte öffentliche Auftreten von Lesben, die Arm in Arm gehen oder gar küssen am Eisstand outen, wird angeführt für: mehr braucht es doch nicht.
Das klingt ähnlich wie bei der Frage nach Feminismus. Wo ist das Problem,Frauen können doch alles machen, was sie wollen. Nur wenn dann näher hingeschaut wird, dann werden Gehaltskluften offenbar, beständig anhaltende Doppelbelastung, alltäglicher Sexismus um nur die Oberfläche zu streifen. Problematisch wird auch, von einer Person aus dem Publikum gesehen, dass mit "queer" ja die politischen Ansprüche verloren gingen oder zumindest könne sie damit zwar was auf der Vergnügungsebene, nicht aber auf der der politischen Arbeit anfangen. Das wirft die Frage nach der Notwendigkeit einer Identifikationskategorie, wie in diesem Fall "Lesbe" zu sein, auf. Braucht es das noch? Braucht es noch Schutzräume für Frauen/Lesben? An diesem Tag besuche ich noch eine andere Veranstaltung auf dem Happening, "Die Poesie der schwarzen Frauenbewegung". Dagmar Schultz liest u.a. als einer der Programmpunkte der Veranstaltung, Texte von und über Audre Lorde. Sie widmet ihren Vortrag einer Lesbe, deren Namen ich leider nicht mehr erinnern kann, die gewaltsam wegen ihres lesbischseins in Südafrika bei Johannesburg ums Leben gebracht wurde. Kann sein, dass sie Eudy Simelane meinte. Eudy Simelane war eine bekannte Fussballspielerin und lautstarke Aktivistin für "equality rights" und lebte offen lesbisch. Obwohl Südafrika eine der modernsten Verfassungen hat und hier die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben anders als zum Beispiel im deutschen GG festgeschrieben ist, wird dieser Grundsatz im juristischen System Südafrikas nicht umgesetzt. Im Zusammenhang mit den 31 als "hate crimes" anerkannten Verbrechen an lesbischen Frauen seit 1998 kam es zu nur zwei Anklagen und schlimmer noch, zu nur einer Verurteilung. "Die Lesbenbewegung hatte ja alles erreicht" vollständig lesen »
Im Laufe der Diskussion wird die Frage in den Raum gestellt, was denn mit der Lesbenbewegung passiert sei und eine Antwort die gegeben wird ist, dass es keinen Grund mehr für eine Bewegung gab, weil es war ja alles erreicht worden. Hat sich verlaufen im Sand oder worauf die Gesellschaft sonst so gebaut ist. Das AGG, der verstärkte rechtliche Schutz gegen Diskriminierung aufgrund sexualler Orientierung, das relativ akzeptierte öffentliche Auftreten von Lesben, die Arm in Arm gehen oder gar küssen am Eisstand outen, wird angeführt für: mehr braucht es doch nicht.
Das klingt ähnlich wie bei der Frage nach Feminismus. Wo ist das Problem,Frauen können doch alles machen, was sie wollen. Nur wenn dann näher hingeschaut wird, dann werden Gehaltskluften offenbar, beständig anhaltende Doppelbelastung, alltäglicher Sexismus um nur die Oberfläche zu streifen. Problematisch wird auch, von einer Person aus dem Publikum gesehen, dass mit "queer" ja die politischen Ansprüche verloren gingen oder zumindest könne sie damit zwar was auf der Vergnügungsebene, nicht aber auf der der politischen Arbeit anfangen. Das wirft die Frage nach der Notwendigkeit einer Identifikationskategorie, wie in diesem Fall "Lesbe" zu sein, auf. Braucht es das noch? Braucht es noch Schutzräume für Frauen/Lesben? An diesem Tag besuche ich noch eine andere Veranstaltung auf dem Happening, "Die Poesie der schwarzen Frauenbewegung". Dagmar Schultz liest u.a. als einer der Programmpunkte der Veranstaltung, Texte von und über Audre Lorde. Sie widmet ihren Vortrag einer Lesbe, deren Namen ich leider nicht mehr erinnern kann, die gewaltsam wegen ihres lesbischseins in Südafrika bei Johannesburg ums Leben gebracht wurde. Kann sein, dass sie Eudy Simelane meinte. Eudy Simelane war eine bekannte Fussballspielerin und lautstarke Aktivistin für "equality rights" und lebte offen lesbisch. Obwohl Südafrika eine der modernsten Verfassungen hat und hier die Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben anders als zum Beispiel im deutschen GG festgeschrieben ist, wird dieser Grundsatz im juristischen System Südafrikas nicht umgesetzt. Im Zusammenhang mit den 31 als "hate crimes" anerkannten Verbrechen an lesbischen Frauen seit 1998 kam es zu nur zwei Anklagen und schlimmer noch, zu nur einer Verurteilung. "Die Lesbenbewegung hatte ja alles erreicht" vollständig lesen »
Geschrieben von Kuckuckslippfisch
in Diskussionen, Film, Gender Happening
um
16:11
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Mittwoch, 24. Juni 2009
UN-Resolution 1820 – Sex und Gewalt im Kriegskontext
Politischer Salon 08.07.2009
Zur allgemeinen Anmeldung!
Der Mittwoch in der Veranstaltungswoche Love me Gender - Gender is Happening steht unter dem Motto: SEX: Von Späßen und Zwängen. Der Politische Salon greift das Thema unter dem Aspekt von Sex und Gewalt im Kriegskontext auf. Dabei sollen Fragen bezüglich des Zusammenhangs von Sex, sexuelle Gewalt und Krieg sowie das Verhältnis von menschlicher Aggressivität/männliche Sexualität und Krieg besonders diskutiert werden.
Ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen sexualisierte Gewalt als Kriegsmittel ist die UN-Resolution 1820, die am 19.06.2008 verabschiedet wurde und sexualisierte Gewalt als Kriegsverbrechen brandmarkt sowie diese im Zusammenhang internationaler Sicherheit bekämpfen will. In dem politischen Salon soll es dabei besonders um die Umsetzung dieser so wichtigen Resolution gehen.
• Können im kriegskontext vergewaltigte Frauen ihr Recht durch internationale Gerichtsverfahren einfordern, werden die Täter zur Rechenschaft gezogen?
• Was kann/muss die Politik noch leisten, um der UN-Resolution 1820 zu mehr Geltung zu verhelfen? Wie können Wege "zur sozialverträglichen Eindämmung der menschlichen Aggressivität" gefunden und begangen werden.
Es diskutieren:
Irmingard Schewe-Gerigk
Rolf Pohl
Rita Schäfer
Ute Scheub (Mod)
Zum kompletten Programm von Gender is Happening.
Zur allgemeinen Anmeldung!
Der Mittwoch in der Veranstaltungswoche Love me Gender - Gender is Happening steht unter dem Motto: SEX: Von Späßen und Zwängen. Der Politische Salon greift das Thema unter dem Aspekt von Sex und Gewalt im Kriegskontext auf. Dabei sollen Fragen bezüglich des Zusammenhangs von Sex, sexuelle Gewalt und Krieg sowie das Verhältnis von menschlicher Aggressivität/männliche Sexualität und Krieg besonders diskutiert werden.
Ein wichtiger Bestandteil im Kampf gegen sexualisierte Gewalt als Kriegsmittel ist die UN-Resolution 1820, die am 19.06.2008 verabschiedet wurde und sexualisierte Gewalt als Kriegsverbrechen brandmarkt sowie diese im Zusammenhang internationaler Sicherheit bekämpfen will. In dem politischen Salon soll es dabei besonders um die Umsetzung dieser so wichtigen Resolution gehen.
• Können im kriegskontext vergewaltigte Frauen ihr Recht durch internationale Gerichtsverfahren einfordern, werden die Täter zur Rechenschaft gezogen?
• Was kann/muss die Politik noch leisten, um der UN-Resolution 1820 zu mehr Geltung zu verhelfen? Wie können Wege "zur sozialverträglichen Eindämmung der menschlichen Aggressivität" gefunden und begangen werden.
Es diskutieren:
Zum kompletten Programm von Gender is Happening.
Geschrieben von Francesca Schmidt
in Gender Happening, Politischer Salon
um
16:47
Tags für diesen Artikel: gender happening, krieg, love me gender, politischer salon, sex, sexualisierte gewalt
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