in diesem Sommer findet in Rostock vom 29. Juli bis zum 31. Juli 2010 zum zweiten Mal unser unkommerzielles und unabhängiges QueerFilmFest statt.
Hierfür suchen wir eure Filme!
Jeder queere Film ist uns willkommen, gerne zu Themen wie Intersexualität, Trans*, Gender-nicht-konform und queer in Verbindung mit Migration, Illegalität, Klasse…
Wir würden uns freuen, wenn ihr euren Film persönlich in Rostock vorstellt und dem Publikum im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung steht.
Das QueerFilmFest wird in Rostock im Peter-Weiss-Haus stattfinden, einem linken Raum für freie Bildung und Kultur - mehr Infos findet Ihr unter http://peterweisshaus.de.
Im Rahmen des Festivals gibt es auch Raum für eure Dia-Shows, Ausstellungen, Vorträge oder Workshops. Bei der Abschlussparty am Samstag könnt ihr euch gerne mit euren Performances, Deko-Ideen und DJ-Skillz einbringen.
Für weitere Fragen sind wir unter der E-Mail-Adresse queerfilm(ät)systemausfall.org erreichbar, unsere Website findet Ihr unter http://www.queerfilmfest.de
Wir freuen uns auf eure Beiträge!
Leitet diesen Aufruf bitte an alle Interessierten weiter!
"Do Radio Yourself" hieß der mehrtägige Workshop beim Gender Happening von und mit dem Transgenderradio. Von der Idee zur Sendung war das Ziel. Nun ist das Ergebnis zu hören:
Am Samstag, den 1.8.2009 (Wdh. am 15.8.2009), von 15-16 Uhr auf den Frequenzen des OKB: UKw 97,2; Berliner Kabel 92,6 oder Internet www.alex-berlin.de geht die nächste Sendung vom Transgenderradio auf Sendung.
Inhaltlich geht´s rund um die Woche "Gender is happening". Die Sendung ist auf dem Workshop und durch Workshopteilnehmer_innen entstanden und informiert euch über vieles Wissenswertes, was in der Woche passiert ist.
Die Jury hat beschlossen, die 1.000 Euro Preisgeld gleichmäßig durch drei zu teilen: die drei sehr verschiedenen Filme fächern Facetten des Wettbewerbs-Themas auf und ergänzen sich, sind gleich "gut" bzw. eben unvergleichlich gut.
Es werden also drei mal 333,33 Euro vergeben.
Gewonnen haben:
1.) Maikäfer flieg
von Tom Weller / 3:20 / deutsch
"Maikäfer flieg, Papa ist im Krieg...2 Jahre lang gesungen von Tom Weller.
Deutsches Kinderlied mit klaren Genderrollen und traditionellem militaristischem Familienbezug stösst auf Stimmbruch und Transition unter der Gesangszugabe von Testosteron."
2.) Moi je n'existe pas
von Vika Kirchenbauer / 5:42 / Deutsch + englische Untertitel
"Out of Super 8 family films bought at flea markets in Lisbon, Montréal and Berlin, as well as adding parts of his own family's archive, Vika Kirchenbauer assembles a claustrophobic crescendo on identity, tradition and gender."
Queer Middle East war das Thema einer Filmreihe am Freitag. Die Filme spielten in der Türkei, in Israel, in Indien, in Frankreich, England und den USA - Middle East? Abgesehen von der etwas unglücklichen Titelwahl war die Serie beeindruckend. Ich beginne mit der Weltpremiere vonMe and Nuri Bala...
"Queer, wo strenger Glaube herrscht" vollständig lesen »
Zum Auftakt der "Love me Gender - Gender is Happening" Veranstaltungswoche wurden den zahlreich erschienenen Teilnehmern drei Fragen gestellt:
Wer von Ihnen bezeichnet sich als Frau?
Wer von Ihnen bezeichnet sich als Mann?
Und wer von Ihnen weder als Frau noch als Mann?
Die Tatsache, dass diese Fragen überhaupt gestellt werden (müssen), zeigt die Notwendigkeit des Gender Happenings und damit verbunden die Förderung der Auseinandersetzung mit Geschlecht und Geschlechterpolitiken als Zielsetzung der Organisatoren.
Die Frage, ob Mann oder Frau ist jedoch in einem Bereich nur allzu starr und dazu noch mit enormen Konsequenzen behaftet. Die Rede ist vom (verfassungs)rechtlichen Blick auf das Geschlecht, so dass es nicht wundert, dass gleich zwei Veranstaltungen am ersten Tag dazu angeboten wurden. In "Vom Grundgesetz (GG) zum Geschlechtergerechten Grundgesetz (GGG)" diskutierten Eva Kocher, Christel Riedel und Hans-Christian Ströbele wie die Verfassung zur Erreichung des in der Überschrift genannten Ziels umgeschrieben werden könnte. In der zweiten gaben die Referenten Julia Ehrt, Adrian de Silva, Christian Schenk und Günter Dvorek zum Thema "Queere Lebensweisen - in LpartG und TransG" tiefe Einblicke in das Transsexuellenrecht und bewiesen mit ihren Ausführungen einmal mehr, wie sehr das geltende Recht aus den Fugen geraten kann, wenn Menschen leben, ganz so wie sie sind. Auch wenn die eine Veranstaltung als rechtliche Fundierung das Grundgesetz, die andere hingegen das einfache Recht und damit das Transsexuellengesetz heranzieht, so gehören beide unweigerlich zusammen.
Der Wunsch nach einem selbstbestimmten Leben fernab vom binären Geschlechterverständnis setzt eine Anerkennung vielfältiger Lebensweisen auf der gesellschaftlichen Bedeutungsebene voraus. Das Grundgesetz als rechtliche und politische Grundordnung unserer Gesellschaft müsse deshalb, so Hans-Christian Ströbele, das Fortschrittliche sein.
Begriff der Ehe nicht zu reparieren
Der in Artikel 6 Absatz 1 des Grundgesetzes verwendete Begriff der Ehe sei nicht mehr 'zu reparieren', andere Gemeinschaften müssten ebenfalls in den Verfassungsrang erhoben werden, weshalb Ströbele an dieser Stelle Regelungsbedarf sieht. Aber welche Art von Gemeinschaften sollen in welcher Weise geschützt werden? Diese Frage stellte daraufhin Eva Kocher, die sodann über jegliche Festschreibungen hinaus argumentierte und unter anderem das Spannungsverhältnis zu Artikel 3 am Beispiel des Ehegattensplittings aufzeigte.
Artikel 3 Absatz 3 - Sexuelle Identität
Artikel 3 spielte ebenso eine Rolle in der Diskussion um "Queere Lebensweisen". Die Erweiterung des Absatz 3 um das Merkmal der sexuellen Identität sei mit Blick auf die von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries geäußerte Forderung Lebenspartner in Artikel 6 aufzunehmen insbesondere für Transsexuelle, Intersexuelle und nicht verpartnerte Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Beziehungen leben von besonderer Bedeutung, aber auch insgesamt ein Zeichen der Anerkennung des Gesetzgebers an die Gesellschaft.
Transsexuellengesetz
Der inhaltliche Schwerpunkt wurde in der zweiten Veranstaltung aber nicht auf das Grundgesetz, sondern auf die Regelungen des Transsexuellengesetzes gelegt. Ein Gesetz, was aus 12 Bestimmungen besteht von denen seit Inkrafttreten am 1. Januar 1981 schon insgesamt 5 Normen durch das Bundesverfassungsgericht zuletzt im Mai 2008 für verfassungswidrig erklärt wurden. Der Bundestag sah sich daraufhin gezwungen zu handeln, allerdings ohne eine umfassende Reform des Gesetzes (ein Überblick über die Forderungen zur umfassenden Reform des TSG -> hier) zu beschließen. Es wurde lediglich die Norm gestrichen, die den Ehescheidungszwang im Fall eines 80 Jahre alten Mannes vorsah, der seit über 56 Jahren verheiratet ist. Er fühlte schon seit längerem Unstimmigkeiten mit sich und seiner männlichen Geschlechtsidentität und lässt im Jahr 2002, nach der er/sie seit 2001 einen Frauennamen trägt, eine Geschlechtsumwandlung vornehmen. Ihre Ehefrau unterstützt sie und erklärt, dass die Beziehung intakt sei. Dass diese Geschichte nicht nur ein weiterer Beweis dafür ist, dass Liebe jenseits von Äußerlichkeiten und Geschlechterfragen existiert, sondern darüber hinaus auch (ein weiteres Mal) das Transsexuellengesetz und die Ehe als eine Verbindung zwischen Mann und Frau in Frage stellt, zeigt die am 27. Mai 2008 ergangene Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach der Ehescheidungszwang für unverhältnismäßig erklärt wurde.
Diese und noch andere Entscheidungen wurden angesprochen und erläutert, aktuelle Probleme von Transsexuellen in Anwendung des geltenden Rechts aufgezeigt.
Schuld an der gesetzlich legitimierten Misere von Trans*-Menschen hat das Sittengesetz. Das… was? Na, das Sittengesetz. Siehe Grundgesetz. Da taucht es plötzlich auf. In Artikel 2 (1), um genau zu sein: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.“
Im Jahr 1957 wurde mit dem Sittengesetz der Fortbestand des Schwule kriminalisierenden §175 legitimiert, und mit dem Sittengesetz würden manche Politiker_innen auch heute wedeln, müssten sie ein Argument finden, wieso ein Trans*-Mensch „dauernd fortpflanzungsunfähig“ sein muss, ehe der Staat seine Geschlechtsangleichung anerkennt. So sieht das Referentin Julia Ehrt, Vorstand im Berliner Projekt TrIQ (TransInterQueer e.V.) im Gender-Happening-Panel „Queere Lebensweisen – im Transsexuellengesetz (TSG)“. Hauptsache, so mancherorts die Devise, keine Bilder von schwangeren Männern ins Weltbild integrieren zu müssen - auch wenn es völlig unverhältnismäßig sei, jährlich „Tausende in die Sterilisation zu zwingen“, um einzelne Schwangerschaften von Transmännern oder Zeugungen durch Transfrauen zu verhindern.
Überhaupt, die Auflagen, mit denen sich Trans*-Menschen seit den Anfängen des TSG 1981 konfrontiert sehen: Allein zur Vornamensänderung werden zwei psychiatrische Gutachten, eine richterliche Entscheidung, mehrmonatige Wartezeit verlangt. „Wieso dieser Aufwand?“, fragt Christian Schenk, ehemals Mitglied des Deutschen Bundestags und versierter Fachmann für Trans*-Rechte. „Als würden Trans*-Menschen besonderen Schutzes vor sich selber bedürfen.“ Für den fühle sich der Staat schließlich auch nicht bei anderen Personengruppen zuständig. „Trans* kann nicht diagnostiziert werden, jedes Gutachten ist nichts als Kaffeesatzleserei“, so klingt das bei ihm, wenn medizinische Pathologisierung außer Gefecht gesetzt wird.
Trans*-Menschen vorbehaltlos selbstbestimmt, ihre Grundrechte gewährt – auf europäischer Ebene ist dies das erklärte Ziel von Thomas Hammarberg, Menschenrechtskommissar des Europarats, der dem Deutschen Bundestag in seiner Entschlossenheit, Trans*-Menschen ihr Recht auf körperliche Unversehrtheit zugewähren, weit voraus ist. Und auch das Bundesverfassungsgericht wird nicht müde, den Reformbedarf des TSG zu fordern.
Schenks Vorschlag: man möge es gleich ganz abzuschaffen und stattdessen eine einfache Regelung zur Vornamensänderung einrichten.
Julia Ehrt geht davon aus, dass Trans* im Lauf der nächsten Jahre vom ICD, der internationalen Klassifikation der Krankheiten verschwindet – und appelliert an die Politik, diesen Aspekt in der politischen Arbeit zu berücksichtigen. Frankreich macht es vor und will Trans* nicht mehr als „psychische Störung“ diffamieren -und trotzdem eine Lücke schaffen, um Trans*-Menschen ihre mitunter lebensnotwendigen geschlechtsangleichenden Operationen finanziell zu ermöglichen.
Für Thomas Birk, lesben- und schwulenpolitischer Sprecher der bündnisgrünen Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, ist es an der Zeit, dass sich Schwule und Lesben solidarisieren: „Jahrelang liefen Trans*-Menschen am Ende von Demos für Homo-Rechte mit, jetzt ist es Zeit für Solidarität mit ihren Belangen.“
Moderator Günter Dworek, Mitglied im Bundesvorstand des LSVD (Lesben- und Schwulenverband Deutschland) gehört wie Birk zu den Vorkämpfern für eine Ergänzung des Grundgesetz-Artikels 3 um „sexuelle Identität“, aufgrund derer niemand mehr zu benachteiligen sei – eben so, wie es die europäische Grundrechte-Charta und diverse Landesverfassungen bereits vormachen.
Weg vom Fraktionszwang, hin zur Öffnung des politischen Dialogs über die Optimierung des TSG über Parteigrenzen hinweg: dafür plädiert Adrian de Silva, Doktorand zu Trans*-Recht an der HU Berlin, der das TSG kritisch dem englischen „Gender Recognition Act“ gegenüber stellte – und weg von stillen Übereinkommen hin zur gesamtgesellschaftlichen Aufklärung über Trans*.
Und so werden vielleicht schon in naher Zukunft selbst konservative Abgeordnete ein Einsehen darin haben, dass anstelle eines kryptisch-modrigen „Sittengesetzes“ die Lebensrealität von Trans*-Menschen den Vorrang haben sollte – und das TSG deren Bedürfnissen entsprechen muss.
Der Autor Leo Y. Wild (*1975) ist freier Journalist (FAZ, Spiegel Online u.a.), Dokumentarfilmer und Filmkurator.
Der Workshop vermittelt technisches Know-how sowie Fragen der Bereitstellung und des Zugangs von Radio und Podcast mit Themen rund um Gender. Mit der Durchführung des Workshops durch das Transgenderradio werden den Teilnehmer_innen nicht nur Einblicke hinter das Geschehen von Low-Budget-Radioproduktionen ermöglicht, sondern dem Radio- und Internetpublikum eine Berichterstattung des Gender Happenings.
"In dem zweitätigen Radioworkshop soll gezeigt werden, wie spannend, lustig und einfach es ist, Radio selbst zu machen. Gemeinsam werden verschiedene Reportage- und Interviewtechniken kennengelernt und die wichtigsten Schneidetechniken erarbeitet. Dabei steht das Ausprobieren und Experimentieren im Vordergrund. Mit dem Mikrophon werden wir auf dem Happening unterwegs sein und Stimmen, Geräusche und Atmosphären aufnehmen und anschließend zu eigenen kleinen Beiträgen zusammenschneiden, die wir anschließend in einer eigenen Sendung präsentieren werden. Dabei stehen Euch ModeratorInnen, RedakteurInnen und TechnikerInnen des Transgenderradios mit Rat und Tat zur Seite.
Was ihr mitbringen solltet: Musik die Euch gefällt, Ideen aller Art, Spaß am Hören und/oder Sprechen (oder an beidem)"
Warum also wedeln Drag Kings oder Tunten auf Bühnen mit Gummischwänzen oder Federboas und bewerfen das Publikum mit Glitzer und Bananen? Wer zieht sich da aus oder um und warum? Was hat das mit Politik zu tun? Seit den 90er Jahren gelten Drag und Geschlechterparodie in linken/feministischen/queeren Zusammenhängen als subversive Strategie. Durch das bewusste Aufführen von "Geschlecht", so die Idee, werden Normen verschoben und die Zweigeschlechterordnung in Frage gestellt. Immer wieder wird jedoch auch Kritik an dieser Überzeugung laut: Kann eine Bühnenperformance wirklich etwas an alltäglichen Geschlechternormen ändern? Oder werden hier nicht wieder nur "Freaks" produziert, von den sich das Publikum die eigene "Normalität" bescheinigen lassen kann? Im Rahmen des Gender Happening lädt Wigstöckel zu einer Diskussionsrunde ein, in der der Frage nachgegangen werden soll inwiefern Bühnenperformance Einfluss auf Alltagspraxen nimmt.
Wigstöckel e.V. versammelt trans*- und intergeschlechtliche sowie queer lebende Menschen verschiedenster Lebensweisen, Drag Kings und Queens, Inbetweens, Crossdresser und alle anderen, die sich mit Trans*-/Genderthemen und unterschiedlichen Inszenierungen von Geschlecht auseinandersetzen möchten.
ABqueer bietet verschiedene Projekte an, u.a. das Aufklärungsprojekt welches seit 1990 Veranstaltungen an Schulen und Freizeiteinrichtungen zum Thema Vielfalt von Lebensweisen durchführt.
In diesem Aufklärungsprojekt wird nach einem peer-Ansatz gearbeitet, d.h. Mitarbeiter_innen sind selbst zwischen 20 und 27, lesbisch, schwul, bi trans oder queer (lsbtg) und arbeiten auch mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
In den Veranstaltungen können Erfahrungen aus den Bereichen Sexualität/Sex, Familie, Gesellschaft, Diskriminierung oder Geschlechterrollen diskutiert werden. Die Projektmitarbeiter teilen mit den Teilnehmer_innen ihren „reichen“ Erfahrungsschatz.
Der Workshop bietet allen die Möglichkeit sich über die Arbeit von ABqueer und die Arbeit in dem Aufklärungsprojekt zu informieren und mit den Mitarbeiter_innen zu diskutieren sowie eigene Erfahrungen auszutauschen.
Dadurch können persönliche, theoretische oder politische Fragen rund um lsbtg Lebensweisen von Menschen beantwortet werden, die Erfahrungen diesbezüglich gemacht haben und diese auch gerne teilen.
Homosexualität und Religion im orthodoxen Judentum und im Islam sind Themen, die einer komplexen Verschränkung unterliegen, in einer von konservativen und/oder traditionellen Männlichkeit geprägten Gemeinschaft.
Die Filme “Trembling before G-d” 2001 und “A Jihad for Love” 2007 sind die ersten ihrer Art, die sich mit diesem Thema auseinandersetzen. „Borders of Belonging“ schreibt 2009 diese „mutige“ Geschichte fort.
Weit mehr als eine Bestandsaufnahme des schwul-lesbisch-queeren religiösen Lebens und der religiösen Kritik an diesem, zeigen und sind diese Filme eine sensible Auseinandersetzung von Lesben, Schwulen und Transgender die trotz allem ihrer Religion verhaftet sind, mit eben jener.
Zugleich sind die Filme eine Plädoyer an die Religionen, Lesben, Schwule und Transgender als gleichberechtigte Mitglieder in ihre Gemeinschaft aufzunehmen, ebenso wie an Lesben, Schwule und Transgender das Glaube einen legitimen Platz im „queeren“ Leben hat.
Schließlich gewähren „Trembling before G-d“, „A Jihad for Love“ und „Borders of Belonging“ Einblicke in die Lebenswelten von Lesben, Schwulen und Transgender im Mittleren Osten. Sie erzählen von harten gesellschaftlichen Kämpfen und mutigen Menschen, die ihre Identität und ihr Recht auf Würde, Selbstbestimmung und Selbstentfaltung unter schwersten Bedingungen verteidigen.
Welche Lebensentwürfe- und wege die Filme haben, was die Regisseur_innen zu diesem Thema bewegt hat und was die Filme bewegt oder vielleicht verfestigt haben, wollen wir gemeinsam mit den Filmemacher_innen Sandi DuBowski (Trembling before G-d), Parvez Sharma (A Jihad for Love) und Melisa Önel (Borders of Belonging) diskutieren.
Wie schwul-lesbisch-queeres Leben im Mittleren Osten jenseits der Leinwand aussieht und welche Herausforderungen die LGBTI-Community täglich annehmen muss soll in diesem Rahmen mit den Aktivist_innen Joelle (Meem, Libanon), Ali Erol (KAOS GL, Türkei) und Mikie Goldstein (Jerusalem Open House, Israel) diskutiert werden. Ebenso bedacht werden soll, welche Rolle die deutsche/europäische LGBTI-Community bei der Stärkung der Menschenrechte von Lesben und Schwulen im Mittleren Osten spielen kann.
Moderation:
Cem Özdemir (Vorsitzender, Bündnis 90/ Die Grünen)
Es diskutieren:
Sandi DuBowski (Trembling before G-d)
Parvez Sharma (A Jihad for Love)
Nil Mutluer (Borders of Belonging)
Joelle (Meem, Libanon)
Ali Erol (KAOS GL, Türkei)
Mikie Goldstein (Jerusalem Open House, Israel)
Bridge Markland - Schauspielerin, Fotomodell, Virtuosin des Rollenspiels, Tanz-Theater-Performance-Künstlerin, zeigt beim Gender Happening im Rahmen der Diskussion "Dress for Success – (Geschlechter)Normierungen im Politikfeld" Auszüge aus "bridgeland zwei - one-woman-transgender-performance"
bridgeland zwei is a bisexual-bilingual performance. Bridge Markland changes her identities like underwear.
The Screengoddess Angela flirts at a party. Everyone simply adores her. She gets so excited, she starts to strip, the other guests are shocked. Stripteasing down to red X`s over her nipples...
Das TSG (Transsexuellengesetz) und das seit 2001 bestehende Gesetz über die Eingetragene Lebenspartnerschaft (LpartG) sollen sozialen Bewegungen wie die der Schwulen- und Lesbenbewegung, die der Trans*Szene oder queere Gruppierungen einen verfassungsrechtlichen Boden geben.
Doch spiegeln die oben genannten Gesetze Lebensrealitäten wider oder stehen sie eher im Weg, torpedieren diese, verschließen Türen?
Die Referent_innen werden zunächst mit kurzen Input-Referaten zu dem Thema hinführen und anschließend diskutieren.
Inhalte:
Adrian de Silva – verdeutlicht kurz Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem deutschen TSG und dem englischen „Gender Recognition Act“.
Christian Schenk – präsentiert alternative Entwürfe zum derzeitigen TSG – verfasst Aktivist_innen unterschiedlicher Trans*-Szenen.
Julia Ehrt – beleuchtet die Möglichkeiten innerhalb der EU, welche Rolle kann die Europäische Konvention für Menschenrechte spielen.
Thomas Birk - B90/Grüne, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses