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re:publica 2010
Ich werde als Vertreter_in des GWI natürlich alle Veranstaltungen mit den Themen: Feminismus, Gender und Social Media besuchen und davon berichten. Denn es wird auf alle Fälle mehr geben, als im letzten Jahr. Wir können also gespannt sein.
Freitag, 31. Juli 2009
Love Me Gender – Gender is Happening – das war´s?
Wirklich zu Ende?....
Love me Gender – Gender is Happening war eine aufregende, erlebnisreiche und spannende Woche voller Diskussionen, Debatten und Begegnungen.
In vielfältigen Formen und Variationen wurde Gender nicht nur per Paneldebatten, Vorträgen und Gesprächsrunden akademisch diskutiert und analysiert, sondern queer-feministische Lebensweisen und Ideen, geschlechterdemokratische Vorstellungen, männerpolitische Ansätze wurden in ihren unterschiedlichen Ausgestaltungen und Widersprüchlichkeiten z.B. satirisch unter die Lupe genommen, in Kreativ-und Praxis-Workshops performt oder weiter entwickelt, z.B. beim Radiomachen, Plattenauflegen, im Web 2.0 und per Blog-Reportagen oder beim Radical Cheerleading. Was heißt Drag, was meint queer, bleibt der Feminismus auf der Strecke? Fragen, die auch nach dieser Woche stehenbleiben. Fragen, die das Gunda-Werner-Institut weiter diskutieren und ausloten möchte.
Das Gender Happening war ein Experiment für alle Beteiligten. Kommt das vielfältige Programm mit über 80 Einzelveranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen Filme etc. überhaupt an? Schaffen wir es, einen Spannungsbogen eine Woche lang zu halten? Ist das organisatorisch überhaupt zu packen?
Ja! Über 1200 Besucher_innen haben zumindest jeweils zeitweise am Gender Happening teilgenommen. Viele junge und neue Gesichter waren zu sehen. Wir haben einiges an Debatten und Performances provoziert und angestoßen, verinzelt fanden wir sie nicht ganz gelungen, z.B. stellte sich als heikles Thema heraus: was kann Satire in diesem Feld leisten? Und wo sind Grenzen? Wir werden es weiter debattieren
Alle haben die Heinrich-Böll-Stiftung und unser neues Haus von einer bisher unbekannten Seite kennengelernt, gefüllt mit Leben und neuen, teilweise experimentellen Veranstaltungsformen. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt auch die "Fahrende Gerüchte Küche" auf der Terrasse als Treffpunkt in der gesamten Woche. Das Haus lebendig gemacht und für eine Woche visuell verändert, haben auch die vielfältigen Raum-Installationen und die kreative Gestaltung des Hauses – und natürlich: das Publikum, das den Raum in Beschlag genommen hat.
….Love me Gender – Gender is Happening – ist nicht vorbei, denn Gender begleitet, bestimmt und vor allem erfreut uns – hoffentlich - jeden Tag aufs Neue.
Und nun geht es für uns ans Auswerten und Aufarbeiten – nach einer Atem- und Sommerpause!
Vielen Dank an alle, die zum Gelingen beigetragen haben: Durch Kooperationen, in der Organisation und Öffentlichkeitsarbeit und an alle die, die dabei waren und mit gemacht haben!
Bilder aus der gesamten Veranstaltungswoche unter www.gwi-boell.de
Für das GWI-Team Gitti Hentschel, Henning von Bargen und Susanne Diehr
Donnerstag, 30. Juli 2009
Gender is Happening geht auf Sendung
Am Samstag, den 1.8.2009 (Wdh. am 15.8.2009), von 15-16 Uhr auf den Frequenzen des OKB: UKw 97,2; Berliner Kabel 92,6 oder Internet www.alex-berlin.de geht die nächste Sendung vom Transgenderradio auf Sendung.
Inhaltlich geht´s rund um die Woche "Gender is happening". Die Sendung ist auf dem Workshop und durch Workshopteilnehmer_innen entstanden und informiert euch über vieles Wissenswertes, was in der Woche passiert ist.
Samstag, 18. Juli 2009
Haufenweise Fotos
Grad kam es über meine Twitter Time Line: an dieser Stelle sei mir ein Verweis gestattet auf die von danilola veröffentlichten Fotos - diverse Eindrücke aus diversen Tagen vom Genderhappening:
Link zur Fotoshow
Viel Spaß beim (Wieder-)Entdecken!
Samstag, 11. Juli 2009
Performing Gender: Abschlussaufführung
Aki Krishnamurty vom Paulo Freire Institut (Berlin) leitete die Vorstellung mit warm-ups ein: hier, zum Anhören, das ja-nein Spiel und Butter-Brot. Danach sangen TeilnehmerInnen des Forumtheater-Workshops ein Cockpit-Küchenlied und sagten kurze Dinge zum Thema gender. Dann geht's zur Sache: "Claudia" wandert mit ihrem imaginären Hund Pinky über die Bühne und wird von einem Typen, Tom, angemacht. Der möchte seinem Kumpel zeigen, wie man Frauen 'rumkriegt. Claudia hat große Mühe, ihn abzuwimmeln und gibt den Spaziergang auf. Eure Blogreporterin folgt dem Geschehen mit so großer Spannung, dass sie das Aufnahmegerät anzuschalten vergisst.
Aki Krishnamurty fragt, wie hättet Ihr es denn gemacht? Teilnehmerinnen schlüpfen in Claudias Rolle, jede anders: frech zurückreden, Schlägerei anfangen, die Männer gegeneinander ausspielen, nicht angucken, meiden, ignorieren, Tom ausspotten - oder zurückbrüllen? Es entwickelt sich eine erstaunlich reiche Diskussion um Für und Wider der unterschiedlichen Reaktionsweisen. Bös zurück Brüllen erschien am klarsten und wirkungsvollsten...
abqueer peer
ABqueer bietet Aufklärung und Beratung für Jugendliche. Vier peer educators demonstrierten am Donnerstag, wie sie, mit einer deutlich jüngeren Zielgruppe als die 18-48-jährigen Workshop-TeilnehmerInnen, interaktive Aufklärungsarbeit an Schulen leisten. Es ist ein sogenannter peer-Ansatz, weil es um Jugendliche geht -d.h., Leuten unter 27-, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, und die aus ihrer eigenen LBGTQI-Identität heraus von der gesellschaftlichen Norm abweichende sexuelle Identitäten vorstellen. (LBGTQI= lesbisch, Bi-, gay, transsexuell, queer und in-between) Besonders eindrucksvoll war die Privilegiertengalerie: 50 Zettel an einer Wand; jeder Zettel mit ein, zwei Sätzen, in der Art von: Niemand möchte meinen Personalausweis sehen, um meine Aussage zu meinem Geschlecht zu überprüfen. Oder: Ich finde bei öffentlichen Veranstaltungen mühelos eine Toilette, bei deren Besuch ich kein Aufsehen errege. Oder: Ich bekomme bei meiner Bank Kredit zu gleichen Beträgen und Konditionen wie Menschen anderer sexueller Identität. Und: Menschen, denen ich zum ersten Mal begegne, stellen mir keine Fragen zum Vorhandensein oder Aussehen meiner Geschlechtsorgane. (Sätze aus dem Gedächtnis zitiert, Abweichungen vom Original möglich.) Menschen, die sich nie mit dem Thema sexueller Identität befasst haben, wird bei der Lektüre der Zettel bewusst, wie tief und weit gesellschaftliche Diskrimination reicht. Viele waren ganz schön baff.
Freitag, 10. Juli 2009
Männer als Verbündete?
Vier Männer saßen im Raum und circa zwanzig Frauen - so grob über den Daumen nach Aussehen geschätzt. Das ist auf fast allen Veranstaltungen des Gender Happening so - wer im Alltag nicht mit gender-spezifischer Diskrimination oder Unverständnis konfrontiert wird, interessiert sich wohl nicht für Gender-Themen. Wie können Männer als Verbündete gewonnen werden? Die Frage blieb im (Klär-)Schlamm der begrifflichen Klärungen stecken.
"Männer als Verbündete?" vollständig lesen »
how to free_lance public_process?
green
peace
Vorgestern vor 29 Jahren wurde die Rainbow Warrior versenkt.
Es war ein schönes Schiff, kollektiv und von Farbe zusammen gehalten.
Einer unserer Köche gründete dann die Fahrende Gerüchteküche,
Wam Kat
was passiert basal
bei institutionalisierung einer bewegung?
new self empowerment and network
~ physically
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~ virtuell:
GENDERTROUBLE
Im Workshop zum Web2.0 wird konkret gefragt,
etwa seitens TERRE DE FEMMES:
Wie schaffe ich es, Leute zu mobilisieren, zu informieren etc.
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Bsp:
Der Politische Salon Feminismus - Chancen on- und offline
kreist ein
G_Fläche_P?
Rasen.d
Reporta
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Aktuell lief die
KURZFILMROLLE
HBS-Vorstands-
frau Barbara Unmüßig begrüsst und
stellt die koordinierende
jüngste Referentin vor:
Susanne Diehl
in
Pause
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Donnerstag, 9. Juli 2009
feministisch auf die Eins
Wer bisher noch nie hinter den Drehern gestanden hatte, war schnell dabei - Mart Busche fing tatsächlich "in the beginning" an und erläuterte den grundlegenden Aufbau von Plattenspielern, CD-Mixern, Mischpulten und ihr Zusammenwirken. Dann ging es an die Praxis: Vom Radiofade, also dem "einfachen" Übergang von zwei Stücken, bis zum Beatmatching, dem Aufeinanderlegen der unterschiedlichen Beats, aus dem schließlich ein Mix entsteht, konnten die Teilnehmerinnen die Techniken live ausprobieren. Als special guest war 'Lindas Tante' dabei, die in die Kunst des Scratchens einführte. Am Ende blieb genügend Raum für alle, Mixversuche an ihren eigenen Platten zu machen - Mart Busche ließ sich dabei gern auf alle Stile ein und gab kreative Impulse.
Ein anderer wichtiger Impuls stand gleich am Anfang und war auch ein roter Faden: Nämlich der, das Auflegen auch als eine mögliche queer-feministische Praxis zu begreifen. Die Geschichte der turntable-Kunst ist definitiv eine männliche - God is not a DJ_ane! Grund genug, sich hinter die Decks zu wagen - und auch die Position als eine politische wahrzunehmen. Denn hier entscheidest DU, was laut über die Boxen geht!
Gendertrouble im Web2.0 - Blog zum Workshop ist online!
Wer sich also etwas vorbereiten möchte, ist herzlich eingeladen, die Seite zu erkunden!
Terminänderungen - Gender Trouble im Web 2.0
Dienstag, 7. Juli 2009
Bewegte Männer im letzten Jahrhundert
Forum Männer stellt sich die Aufgabe, "einen von Männerseite her dringenden Beitrag zum Projekt einer geschlechterdemokratischen Gesellschaft und zum Geschlechterdialog zu leisten". Was heißt Geschlechterdialog heute? Um welche Geschlechter geht es? Wer dialogiert mit wem? Wer wird hier implizit ausgeschlossen? Das gender-hochgebildete Publikum was not amused. Wo sind da queer identities? Wie ein Teilnehmer fragte, "wo fängt für euch der Mann an und wo hört er auf?". Spannend wurde es danach, bei informellen Diskussionen im Garten, wo sich die Moderatoren mutig weiterer Kritik und Diskussion stellte.
Pussy Faggot: kein Holzblasinstrument
Ja, und Pussy Faggot? Das ist eine der spielerisch-differenzierten Kategorien, womit sich Queers in den USA auf einem offenen Kontinuum der Sexualität definieren. Wer eine Vulva hat, sich als Mann fühlt und Männer liebt ist - hetero oder homo? Mann oder Frau? Pussy Faggot! Nun muss das nicht Jede(r) wissen: als ein Teilnehmer den Faggot als Holzblasinstrument las, entstand ein bezaubernd schräges, schlüpfriges, suchendes Stück. Vive la poésie!
Sonntag, 5. Juli 2009
Geschlechtergerechtes Grundgesetz aus sprachwissenschaftlichem Blickwinkel
Update: Dieser Workshop ist leider schon ausgebucht!
Spiegelt die Sprache des GG die noch immer auseinanderklaffende Kluft zwischen Anspruch und Umsetzung oder produziert die Sprache jene Widersprüche? Wie müsste die Verfassung geschlechtergerecht formuliert sein? Themen die Bestandteil dieses Workshops sind und die Idee eines GGG (Geschlechtergerechten Grundgesetztes) aus sprachwissenschaftlicher Perspektive aufgreifen sollen.
Workshopleitung:
Antje Hornscheidt
Evelyn Hayn
Zum kompletten Programm von Gender is Happening
Samstag, 4. Juli 2009
Do Radio Yourself – Podcast - von der Idee zur Sendung
Der Workshop vermittelt technisches Know-how sowie Fragen der Bereitstellung und des Zugangs von Radio und Podcast mit Themen rund um Gender. Mit der Durchführung des Workshops durch das Transgenderradio werden den Teilnehmer_innen nicht nur Einblicke hinter das Geschehen von Low-Budget-Radioproduktionen ermöglicht, sondern dem Radio- und Internetpublikum eine Berichterstattung des Gender Happenings.
"In dem zweitätigen Radioworkshop soll gezeigt werden, wie spannend, lustig und einfach es ist, Radio selbst zu machen. Gemeinsam werden verschiedene Reportage- und Interviewtechniken kennengelernt und die wichtigsten Schneidetechniken erarbeitet. Dabei steht das Ausprobieren und Experimentieren im Vordergrund. Mit dem Mikrophon werden wir auf dem Happening unterwegs sein und Stimmen, Geräusche und Atmosphären aufnehmen und anschließend zu eigenen kleinen Beiträgen zusammenschneiden, die wir anschließend in einer eigenen Sendung präsentieren werden. Dabei stehen Euch ModeratorInnen, RedakteurInnen und TechnikerInnen des Transgenderradios mit Rat und Tat zur Seite.
Was ihr mitbringen solltet: Musik die Euch gefällt, Ideen aller Art, Spaß am Hören und/oder Sprechen (oder an beidem)"
Workshopleitung:
Mike Zenzen
Karsten Grathwohl
Kai Noah Schirmer




